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Behandlungsmethoden

Eigenbluttherapie
Die Eigenbluttherapie ist als Reiz-Reaktionstherapie ein klassisches naturheilkundliches Verfahren . Dabei handelt es sich um eine unspezifische Umstimmungstherapie. Die Ursprünge der Eigenbluttherapie sind in den Experimenten des englischen Arztes William Highmore zu sehen.

Grundlagen:
Unter dem Namen Eigenbluttherapie oder auch Eigenblutbehandlung werden verschiedene Heilverfahren zusammengefasst, bei denen den Patienten zunächst Blut entnommen wird, um es anschließend wieder zu injizieren oder zu infundieren. Bei einzelnen Methoden wird das entnommene Blut vor der Injizierung auf verschiedene Weise behandelt. Beispielsweise kann Ozon zugesetzt werden.

Wirkungsweise:
Das meist intramuskulär injizierte Eigenblut trägt Informationen, die dem Immunsystem an einem "unerwarteten" Ort präsentiert werden und Immunreaktionen auslösen, die das gesamte Abwehrsystem stimulieren. Die gesteigerte Abwehr entfaltet ihre Wirkung dann im Gesamtorganismus und kann zur Abheilung eines chronischen Prozesses führen. 

Achtung! Sowohl die Eigenblutspende (Autotransfusion), als auch verschiedene Dialyseverfahren unterscheiden sich grundsätzlich von der Eigenbluttherapie!

Indikationen:
Die Eigenbluttherapie wird gegen verschiedene, länger andauernde Infektionen , allergische Erkrankungen , Asthma , Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Neurodermitis oder Durchblutungsstörungen eingesetzt. Ähnlich wie auch regelmäßig durchgeführte kalte Güsse oder Saunabesuche stimmen sie den Körper um und wecken die körpereignen Selbstheilungskräfte. Das in die Muskeln injizierte Blut regt das Immunsystem an. Dieses soll sich dann aber nicht gegen das eigene Blut richten, sondern, einmal aktiviert, verstärkt gegen körperfremde Eindringlinge wie Viren oder Bakterien vorgehen. Bei anderen Krankheiten steht eher eine Verbesserung der Fließfähigkeit des Blutes im Vordergrund.

Unterschiedliche Formen der Eigenblutbehandlung
Meist werden für die Eigenblutbehandlung 0,5 bis 5 ml Blut aus der Armvene entnommen. Die Injektion des entnommenen Blutes erfolgt später intramuskulär. Manchmal wird das Eigenblut jedoch auch wieder intravenös zurück-infundiert, und in einem Sonderfall wird eine geringe Menge Blut dem Patienten sogar zur oralen Aufnahme gegeben.
  • Die unveränderte Eigenblut-Therapie: Die einfachste Variante der Eigenbluttherapie besteht darin, das entnommene Blut nach einigen Stunden (unter Kühlung) wieder zurück zu injizieren.
  • Die Eigenbluttherapie mit defibriniertem Eigenblut: Das Blut wird mechanisch zur Gerinnung gebracht und das auf diese Art gebildete Fibrin vor der Rückinjektion entfernt.
  • Die Ozon-/Eigenblut-Therapie: Das Blut wird vor der Rückinjektion mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch angereichert.
  • Die ultraviolett-aktivierte Eigenbluttherapie (UVE:) Bei dieser Therapieform wird das Blut vor dem Zurückspritzen zusätzlich mit UV-C-Licht bestrahlt und gleichzeitig mechanisch bewegt.
  • Die Eigenblutnosode: Entnahme eines Tropfens Blut aus der Fingerkuppe. Homöopathische Behandlung des Blutes und orale Aufnahme durch den Patienten (hier meist Kinder).
  • Die Hämatogene Oxydationstherapie (HOT), Blutwäsche nach Wehrli oder fotobiologische Behandlung: 50-200 ml Blut werden durch Zugabe von Natriumzitrat und Heparin ungerinnbar gemacht. Sauerstoff bzw. Ozon werden eingeblasen und die Aufschäumung mit einem UV-C Strahler bestrahlt und rückinfundiert.
  • Die Eigenbluttherapie mit Zugabe von Immunstimulantien wie Echinacea.
  • Die Eigenbluttherapie mit Zugabe von homöopathischen Präparaten.
  • ATC nach Nikolaus Klehr : Die Methode dient zur Therapie von Krebs
  • Die Reinjektion von hämolysiertern Eigenblut: Hier wird das Blut durch die Zugabe von destilliertem Wasser zur Hämolyse gebracht und zurück-injiziert.

Nach einer anderen Einteilung wird auch von einer kleinen und einer großen Eigenbluttherapie gesprochen. In seltenen Fällen können geringe Mengen Blut der Eltern auch bei Kindern zum Einsatz kommen, wenn diese eine große Angst vor Spritzen haben.